C.L. Hübsch > Projekte > Carl Ludwig Hübsch's Primordial Soup
 










Axel Dörner - Trompete
Frank Gratkowski- Saxophon, Klarinetten
Michael Griener - Schlagzeug
Carl Ludwig Hübsch - Tuba, Komposition

Dieses Quartett ergänzt die Arbeit meines Trios, der Langfristigen Entwicklung des Universums:
Die primordiale (Ur)Suppe, beschreibt den Zustand des Universums kurz nach dem Urknall, in dem alles später Entstandene zwar schon angelegt war, aber nur in seinen Komponenten umherwaberte.
Als Komponist muss ich Aktionen und Kommunikationen planen und lasse mich von dem überraschen, was wir vier Musiker im Konzert damit anstellen.
Unterschiedliche musikalische Aggregatszustände wie Swing, Geräuschkonglomerat, Beat, Klangdichte, Geschwindigkeit werden plastisch und der freien Bearbeitung ausgesetzt.
Ich bin sicher, dass wir aus diesen vielen Noten, Zeichen und Vereinbarungen einfach gute Musik machen, dafür sind wir ja schliesslich da.
Es könnte sogar etwas Marschmusik anklingen vielleicht etwas spanisches, einige sehr ernste Momente und hin und wieder das eine oder andere fröhliche Geräusch.

Axel Dörner und Frank Gratkowski sind als Improvisierer weltweit bekannt und als Interpreten zeitgenössischer Musiken geschätzt. Michael Griener ist der Schlagzeuger in Deutschland, der sowohl rhythmisch als auch klanglich, lautstark oder kammermusikalisch auf höchstem Niveau kommuniziert. Ich spiele Tuba und habe die Kompositionen geschrieben...



Klangproben:
 soupsample1
 soupsample2



DIE CD:
Hübschs
Primordial Soup
(RedToucan9331) 2007

Carl Ludwig Hübschs Primordial Soup | Red Toucan Records (2007)
By Mark Corroto
(...)Primordial Soup is made up of German free jazz stars,
yet they are called upon to navigate some very complex compositions.
That is not to say that the pieces do not allow for some extended
improvisation. It is just the knowing where the written stops and the
free starts that is beyond recognition. The opening track, a twelve-minute
introduction into Primordial Soup«s mission statement tentatively slips
across as a classical piece of music that is extended, elongated and
infused with improvisation tools.
Midway through NGC 2271 Hades Bb the logical progression of the
composition stops. The nothingness begins again with trumpeter Axel
Dörner«s whispered breath technique. Is it the same song, but
with a written passage of silence? It certainly must be the breathy
growls and uttered tones, whether improvised or notated, are mood
stabilizers. It is as if the composer has written with tools that are
all now familiar within free jazz; he has simply gathered them into his
color palate for music making.
The obvious reference for a track like NGC 2273 Vier/Four with the
off-kilter measure and the tuba bottom is Anthony Braxton.
But Hübsch is less serious (in the best sense of the word) than Braxton.
Compositions written here must have been developed with the individual
players in mind.Hübsch allows the familiar playing of Dörner
and Gratkowski to blossom as he does not straightjacket each player by
his writing.For his part, the drummer Michael Griener is a colorist
and a fine collaborator with the other players. This music might be one
of the finer examples of how free jazz can be tailored into not randomly
coherent, but orchestrated, coherence.




DIE MUSIKER:



    Axel Dörner
    geboren 1964 in Köln, 1988-89 Klavierstudium am Conservatorium Arnheim (NL) 1989-96 Klavierstudium und Trompetenstudium an der Musikhochschule Köln, lebt seit 1994 in Berlin. Zusammenarbeit mit zahlreichen international bedeutenden Musikern in den Bereichen "Improvisierte Musik", "Neue Musik" und " Jazz". Entwickelte einen aussergewöhnlichen, sehr persönlichen Stil des Trompetenspiels basierend auf teilweise unüblichen, oft auch selbst neu erfundenen Spieltechniken.








    Frank Gratkowski
    geb. 1963 in Hamburg. Saxophonstudium an der MH Küln bei Heiner Wiberny. Weitere Studien u.a. bei Charlie Mariano, Sal Nistico und Steve Lacy. Solist in verschiedensten internationalen Klein- und Gro¤formationen (Kaus König Orchester, Musikfabrik NRW, WDR Rundfunk Orchester, C.A.M.R., etc.). Solokonzerte Formationen mit Matthias Schubert, mit Gerry Hemingway und Dieter Manderscheid + Wolter Wierbos, Duo mit Sebi Tramontana. Trio mit Wilbert De Jode (NL), Bass, und Paul Lovens (D).Frank Gratkowski spielte auf nahezu jedem der gro¤en deutschen Jazzfestivals, sowie auf zahlreichen internationalen Festivals. Lehrtätigkeit an verschiedenen Musikhochschulen.




    Michael Griener
    ...kam vor einigen Jahren von Nürnberg nach Berlin und zählt seitdem zu den gefragtesten Schlagzeu-
    gern für alle Fälle, seien seine Partner nun eher traditionelle Heroen wie Herb Ellis, radikale wie Barry Guy, Protagonisten der lokalen Szene wie Axel Dörner oder Klangforscherinnen wie Zeena Parkins. Er erwies sich bei allen Gelegenheiten als ideale Besetzung, nicht weil es ihm an eigenem Profil mangelt, sondern weil er jede noch so spezielle Idee mit eigenem Esprit zu unterfüttern wei¤ und den goldenen Schnitt zwischen Eigenem und Fremdem zum Thema seines Spiels macht. Der Stil des Autodidakten verbindet Gebrochenheit und Flow und ist weit und breit einzigartig. Seine Coolness ebenfalls.

                                        Eric Mandel im Programmheft des Jazz Fest Berlin `99




    Carl Ludwig Hübsch
    Schlagzeug- und Gesangsstudium in Freiburg, klassische Tubaausbildung. Improvisations- und Kompositionsstudien in Freiburg und Köln.
    Spielte Improvisierte - , Neue - oder jazzartige Musik mit Lester Bowie, W. Breuker, M. Schubert, Frank Gratkowski, Jasper vanÇt Hof, Arthur Blythe u.v.a.
    Aufführungen Neuer Musik. Zahlreiche Radio- und CD-Produktionen.
    Theatermusik. Konzertreisen nach Indien und Afrika und in die USA. OMIStipendiat in USA (2002)
    "Jazzpott" Preisträger 2003


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